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Die bei Turia+Kant herausgegebene Reihe aka|Texte versammelt Monographien, Sammelbände und Vorträge, die sich mit einem transdisziplinären und problemorientierten Zugang für symbolische Formen und kulturelle Praktiken in ihren jeweiligen gesellschaftspolitischen und wissenschaftstheoretischen Kontexten interessieren und deren emanzipatorische Handlungsspielräume ausloten. Kulturanalyse wird somit als Gesellschaftsanalyse begriffen, der ein konstruktivistischer, prozessualer und demokratischer Kulturbegriff zugrunde liegt. Ziel ist das Zusammenführen von Wissenschaft und Kunst, wobei Perspektivenwechsel und Mehrstimmigkeit sowie die begriffliche Klärung und „Aufarbeitung“ der verwendeten Analysekategorien die methodologischen Ausgangspunkte darstellen. Die Reihe umfasst theoretische Ansätze aus Literatur- und Kulturwissenschaften, Philosophie, Postcolonial, Gender und Queer Studies sowie der Psychoanalyse.

aka|Texte werden herausgegeben von
Anna Babka, Peter Clar, Daniela Finzi,
Ingo Pohn-Lauggas, Matthias Schmidt  und Gianna Zocco.

Turia+Kant

 

 

aka|texte #4

TRINH T. MINH-HA
Elsewhere, within here
Immigration, Flucht und das Grenzereignis

Hg. von Anna Babka und Matthias Schmidt
Aus dem Amerikanischen von Kathrina Menke

Trinh erkundet in ihrem Buch die Themen Flucht und Migration und präsentiert diese Phänomene als brennendes politisches Problem unserer Gegenwart, das nach unerschütterlichem Engagement ruft. Refugeeism (Fluchtbewegung) definiert sie als Effekt von »Grenzkriegen«, welche die tiefen inneren Krisen der Großmächte reflektieren. Trinhs Wege der Befragung und Reflexion sind persönlich und poetisch. Sie konfrontiert ihre Leser_innen auf ungewöhnliche Weise mit grundlegenden Bedingungen für politisches Handeln, indem sie die Künste als komplexe induktive Werkzeuge einführt.

ca. 250 S., ca. € 29,-
ISBN 978-3-85132-849-3 [in Vorbereitung für März 2017]

 

aka|texte #3

MIEKE BAL:
Lexikon der Kulturanalyse

Kulturanalyse heißt für Mieke Bal, einem weiten und nie fixierten Kulturbegriff zu folgen und theoretische Kategorien, Kunstwerke und gesellschaftliche Praxen gleichermaßen als kulturelle Objekte zu lesen. In diesem Wörterbuch kann man die niederländische Kulturtheoretikerin und Kunsthistorikerin nun – Buchstaben für Buchstaben – bei der Arbeit beobachten.

Theoriegeleitete Zugänge und eingehende Beschäftigung mit einzelnen Gegenständen wirken im dialogischen Spiel mit der Fiktion alphabetischer Ordnung zusammen: Zwischen A wie Anachronismus und Z wie Zapping führen die kurzen Essays auf zugängliche Weise in die Kulturanalyse und so in das transdisziplinäre Denken Mieke Bals ein und intervenieren gleichzeitig in gegenwärtige Debatten der Kulturtheorie.

„Das Thema, dem sich die Kulturanalyse verschrieben hat, schlägt auf die Form der Darstellung zurück. Das hängt mit der Fokalisierung auf jenen umfänglichen und unsicheren Umfang dessen zusammen, was unter ‚Kultur‘ verstanden wird.  Dies auszuloten, ist das eigentliche Thema von Mieke Bals Lexikon der Kulturanalyse.“ (Wolfgang Müller-Funk)

Turia+Kant, Wien/Berlin 2016
211 S., € 24,- 
ISBN 978-3-85132-838-7

  

aka|texte #2

Rücksendungen
zu Jacques Derridas »Die Postkarte«
Ein essayistisches Glossar

Hg. von Matthias Schmidt
im Namen von aka | Arbeitskreis Kulturanalyse
unter Mitarbeit von Tanja Veverka 

»Im Anfang, im Prinzip war die Post, und darüber werde ich niemals hinwegkommen.« 

Die Postkarte gilt als eines der schwierigen Werke von Jacques Derrida: Unter der Oberfläche einer fragmentarischen Korrespondenz verschränkt der Text Liebesdiskurs, Medientheorie und dekonstruktive Epistemologie. Das Ergebnis ist eine Theorie der »Sendungen«, deren schier uneinholbare Fülle hier, erstmalig seit ihrem Erscheinen vor 35 Jahren, systematisch untersucht wird. 

Die 32 Beiträge erhellen zentrale Motive, Wendungen und Figuren des Textes, im Sinne eines »unmöglichen« Glossars: von A wie Adresse, bis Z wie Zeitverschiebung.

Turia+Kant, Wien/Berlin 2015
392 S., € 42,-
ISBN 978-3-85132-815-8

Rezension von Martin A. Hainz

 

aka|texte #1

JUDITH BUTLER
Politik des Todestriebes. Der Fall Todesstrafe

Sigmund Freud Vorlesung 2014

Hg. vom Sigmund Freud Museum Wien und aka, Arbeitskreis Kulturanalyse Wien
Aus dem Amerikanischen von Gerald Posselt und Sergej Seitz

»Gerade weil wir zerstören können, sind wir dazu verpflichtet, es nicht zu tun.«
(Judith Butler)

Anhand von Derridas spätem Seminar über die Todesstrafe zeichnet Butler dessen Fokus nach, dass Gegner der Todesstrafe nicht weniger Nietzsches »Fest der Grausamkeit« beiwohnen als dessen Befürworter. Sigmund Freuds Theorie in »Jenseits des Lustprinzips« ermöglicht es aber darüber hinaus, die soziale Institutionalisierung sadistischer Lust durch eine rechtliche und moralische Sprache zu begreifen. Es geht um die Rationalisierung institutionalisierter Destruktivität - eben etwa der Todesstrafe, die als Selbstverteidigung nicht länger rationalisiert werden kann.

Turia+Kant, Wien/Berlin 2014
77 S., € 10
ISBN 978-3-85132-760-1, 2014

 

aka|texte geplant für 2016 und 2017: 

  • Representation Revisited. Mit Beiträgen von Sigrid Schmitz, Nikita Dhawan, Anna Babka und Mieke Bal (in Koop. mit dem Referat Genderforschung der Universität Wien)
  • Hélène Cixous: Übersetzung für aka|texte von: Contes de la différence sexuelle (aus: Lectures de la différence sexuelle, ouvrage collectif, editions des femmes 1994)
  • Jacques Derrida: Übersetzung für aka|texte von: Fourmis (aus:  Lectures de la différence sexuelle, ouvrage collectif, editions des femmes 1994)
  • Publikation der geplanten Vorträge von Alenka Zupančič, Bettine Menke und anderen ....
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