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Uwe Hirschfeld (Evangelische Hochschule Dresden):

Alltagsverstand und politische Bildung

In der Hegemonietheorie Antonio Gramscis taucht die Frage auf, wie die Sicherung der bürgerlichen Herrschaftsverhältnisse im Alltag funktioniert, ohne auf Gewalt zurückgreifen zu müssen. Über mehrere Gefängnishefte hinweg skizziert er ein Verständnis des Alltagsverstandes als einem wesentlichen Moment der Hegemonie. Ausgehend von der Rekonstruktion dieses Konzepts, werden im Vortrag die sich daraus ergebenden politischen und (sozial)pädagogischen Perspektiven, die gerade in ihrer Verschränkung produktiv sind, diskutiert.

Für diejenigen, die in den Bereichen Erziehung und Bildung emanzipatorisch Handeln wollen, stellen sich damit vor allem zwei Aufgaben. Zum einen geht es um das eigene Selbstverständnis (und damit auch um das Verhältnis zu den Lernenden - hier ist auf Freire Bezug zu nehmen), zum anderen um den Entwurf einer Didaktik, die die Selbsttätigkeit (das "mäeutische Moment") in den konzeptionellen Fokus einer politischen "Bildung im Alltag" rückt. Dabei sind die Zusammenhänge mit Politik und dem Politischen, mit Kultur und dem Kulturellen, mit Ästhetik und Utopie zu erörtern.

 

Uwe Hirschfeld:
Notizen zu Alltagsverstand, politischer Bildung und Utopie
Argument-Verlag (Werkstatt-Texte 06), Hamburg 2015

Inhalt

 

 

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