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22. Juli 2016, 9.30 bis 12.00 Uhr
Prominentenzimmer, Hauptgebäude der Uni Wien

Lesekreis mit Marina Warner
zum Thema "Orienting Wonder"

Im Rahmen des 21. Kongresses der International Comparative Literature Association (ICLA) an der Universität Wien findet am 22. Juli ein für alle AKA-Mitglieder offener Workshop im bewährten AKA-Lesekreis-Format statt. Mit Bezug auf den Keynote-Vortrag der englischen Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Marina Warner (21. Juli, 16.00-17.30 Uhr, Audimax)  zum Thema "Magical Writing: Oracles, Curses, & Further Preventive Measures" werden wir uns anhand von Auszügen aus u.a. Aischylos' "Orestie", Virgils "Aeneis" und den Geschichten aus "Tausendundeine Nacht" mit den Beziehungen zwischen westlichen und östlichen Erzählungen und Erzählweisen, mit Weltliteratur, "Orientalismus" und Übersetzung beschäftigen.

Für die Teilnahme an Workshop und an Prof. Warners Keynote ist eine Anmeldung per Email an gianna.zocco@univie.ac.at notwendig. (Registrierte ICLA-TeilnehmerInnen können sich alternativ auch über http://icla2016.univie.ac.at/social-events/ anmelden)
Anmeldefrist ist der 30. Juni. Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

Einladung

25. Juli 2016, 19 Uhr, Institut für Romanistik, Sitzungssaal (Campus Hof 8)

aka-Vortrag und Diskussion mit Mauro Pala (Universität Cagliari)

Benjamin, Neapel und der städtische Raum:
Von der Porosität zur Postmoderne

Jüngere Studien zu Walter Benjamins Werk zeigen, dass verschiedene Begriffe, die später eine zentrale Rolle im Aufbau des Passagenwerks spielen, ursprünglich in seinem Aufsatz über Neapel von 1924 erarbeitet wurden. Mein Vortrag wird die Bedeutung der Idee des Denkbildes in der Beschreibung Neapels als „poröse“ Stadt illustrieren und dabei verdeutlichen, dass das Fehlen klarer Grenzen zwischen verschiedenartigen Phänomenen und die daraus sich ergebende osmotische Beziehung zwischen öffentlich und privat, modern und archaisch für die Betrachtung der Moderne insgesamt gilt, die Benjamin vor dem Hintergrund des Symbolwertes interpretiert, den er der Architektur zuschreibt. Die Verwandlung, der performative Charakter des sozialen Lebens und das Kurzlebige und Vergängliche der städtischen Existenz antizipieren nicht nur Gedanken, die im Paris des Passagenwerks weiterentwickelt werden, sondern nehmen auch die heutige Debatte über die Stadt, über die soziale Funktion der Räume und die Möglichkeiten zur Entwicklung einer verantwortlichen Bürgerschaft vorweg.

 

Mieke Bal: 5 Principles of Cultural Analysis

Dieses Video entstand im Rahmen von Mieke Bals besuch in Wien: Am 2. Mai 2016 präsentierte sie im Gespräch mit Wolfgang Müller-Funk an der Fachbereichsbibliothek Germanistik ihr Lexikon der Kulturanalyse, Band 3 der Reihe aka|texte.


aka / Arbeitskreis für Kulturanalyse gibt es seit Juni 2013: als interdisziplinäres Netzwerk steht es allen offen, die sich für symbolische Formen und kulturelle Praktiken interessieren. Die Verbindung von Kulturanalyse mit Gesellschaftsanalyse ist dabei ebenso erklärtes aka-Anliegen wie die Zusammenführung von Wissenschaft und Kunst.

Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
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